Bürobesetzung bei Landesrat Anschober
Rücktrittsforderung wegen Zusammenarbeit mit Rechtsextremen
Medienmitteilung der NGOs “Resistance for Peace” und “Antiatom Szene” am 24. Jänner 2012
Heute, am 24. Jänner 2012 haben ab 9:50 Uhr Aktivisten der NGOs “Resistance for Peace” und “Antiatom Szene” das Büro von Landesrat Anschober (Grüne) besetzt. Die AktivistInnen halten mit mitgebrachten Klappstühlen einen Sitzstreik ab und haben sich im Eingangsbereich angekettet. Auf mitgebrachten Tafeln ist zu lesen: “Rücktritt LR Anschober – Stopp Zusammenarbeit mit Rechtsextremen”
Die Aktivisten wehren sich mit der Protestaktion gegen die Mitwirkung und Förderung von Rechtsextremismus bzw. Nationalismus in der “Antiatom-Offensive” des Landes Oberösterreich und die Diffamierung von Kritikern dieser Missstände, sowie gegen den Missbrauch der “Antiatom-Offensive” für politische Zwecke. Zudem untermauern sie ihre Rücktrittforderung an den politisch verantwortlichen LR Anschober vom 15.11.2011 und fordern die sofortige Reform der OÖ “Antiatom-Offensive” oder deren Auflösung. Weiterlesen
Scheingefecht um bedeutungslose Atomstromimporte soll von Temelin und Mochovce ablenken
Aktive Anti-Atom-Politik statt energiepolitischer Placebos gefordert
(Graz, 16. Jänner 2012) Der heutige „Energiegipfel gegen Atomstromimporte“ stellt lediglich eine Ablenkungsmaßnahme dar, die von der Untätigkeit der Bundesregierung im Bereich der Anti-Atom-Politik ablenken soll. In Wirklichkeit ist die Problematik der Atomstromimporte von geringfügiger Bedeutung, da Österreich über beträchtliche Überkapazitäten in der Stromproduktion verfügt. Der in den letzten Jahren auftretende Importüberschuss ist nicht auf das Fehlen von inländischen Produktionskapazitäten zurückzuführen, sondern ausschließlich auf kaufmännische Überlegungen der Energieversorgungsunternehmen. Diese kaufen lieber am europäischen Strommarkt Strom zu günstigeren Konditionen an und schalten ihre Kraftwerke gar nicht ein. „Dieser künstlich erzeugte Importüberschuss wird noch dazu als Begründung für einen weiteren sinnlosen Ausbau von Produktionskapazitäten herangezogen“, kritisiert Radko Pavlovec, unabhängiger Energieexperte. „Die österreichische Öffentlichkeit wird damit doppelt falsch informiert“. Weiterlesen
Neue Blöcke in Temelín: UVP-Verfahren verletzt EU-Recht, 6.950 Einzelpersonen protestieren, Bundesregierung untätig
Das derzeit laufende UVP-Verfahren zur Errichtung neuer Blöcke im AKW Temelin wird nach einem UVP-Gesetz geführt, welches vom Europäischen Gerichtshof für rechtswidrig erkannt wurde.
Die österreichische Bundesregierung lässt ihre Möglichkeiten zum Schutz der Interessen der Verfahrensteilnehmer aus Österreich ungenutzt.
Demontage der österreichischen Anti-Atom-Politik im Zeitraum 2000 bis 2010 – mögliche Querverbindungen zu Interessen von Atomstrom- und Baukonzernen
Parlamentarischer Untersuchungsausschuss zu den Hintergründen der systematischen Abschwächung der österreichischen Anti-Atom-Politik gefordert.
Tätigkeit von Ex-Bundeskanzler Schüssel für den Atomkonzern RWE sowie von Ex-Bundeskanzler Gusenbauer im Aufsichtsrat von STRABAG (am Mochovce-Projekt beteiligt) als Anknüpfungspunkte für die Untersuchungen.
Knalleffekt in Prag: Tschechischer Geheimdienst kritisiert übertriebene Atom-Ausbaupläne
Österreichische Bundesregierung muss endlich wirksame Schritte gegen AKW`s ohne Containment setzten
(2. Dezember 2011) Erstmals regt sich in offiziellen Kreisen in Tschechien Widerstand gegen das gigantomanische Atom-Ausbauprogramm im Rahmen des tschechischen Energiekonzeptes. Die Kritik kommt von einer völlig unerwarteten Seite – dem Geheimdienst – und sorgt für einen Knalleffekt. Weiterlesen
Klarstellung zu Aussagen von Rudi Anschober in der tschechischen Zeitung E15
Von Radko Pavlovec, 22.11.2011
Heute wurde in der tschechischen Zeitung E15 (Fachzeitung im Energiebereich) ein Artikel mit dem Titel „Österreichische Proteste gegen Temelin werden wohl weniger intensiv sein als vor Jahren“ veröffentlicht ( siehe die Übersetzung des Artikels im vorigen Beitrag ). Der Artikel basiert auf Interviews mit Landesrat Rudi Anschober und Dalibor Strasky, seit Juli Anti-Atom-Beauftragter in Oberösterreich. Zum Gespräch mit Rudi Anschober stellt Redakteur Petr Horky fest: „..auf kontroversielle Fragen antwortet er ausweichend oder diplomatisch“. Unter dem Zwischentitel „Die Österreicher werden von einem ehemaligen Temelin-Mitarbeiter beraten“ ist der folgende Absatz zu finden: Die Änderung der auf Konfrontation basierenden Taktik der oberösterreichischen Landesregierung belegt auch der Wechsel in der Funktion des Anti-Atom-Beauftragten. Dreizehn Jahre lang vertrat die Landesregierung im Kampf gegen Temelin Radko Pavlovec. Er wurde im heurigen Sommer ausgewechselt, da er angeblich zu konfliktreich war, mit den Worten von Anschober „zu wenig Teamspieler“. Weiterlesen
Österreichische Proteste gegen Temelin werden wahrscheinlich nicht mehr so scharf sein wie vor Jahren
Artikel der tschechischen Zeitung E15 – Autor: Petr Horky
Als die Tschechische Republik vor 10 Jahren das Atomkraftwerk Temelin in Betrieb genommen hat, haben die empörten Österreicher die Grenzübergänge blockiert. Jetzt will die tschechische Regierung das AKW Temelin um zwei neue Blöcke erweitern. Was werden die Österreicher machen? Weiterlesen
Wurde der tatsächliche Verursacher der Jod 131-Emissionen in Europa wirklich gefunden?
Zweifel an den Angaben der IAEO sind nach wie vor angebracht. Die AKW´s Mochovce und Paks sollten von unabhängigen Experten auf mögliche Störfälle untersucht werden.
Heute vermeldete die IAEO, die in den letzten Wochen in mehreren europäischen Ländern festgestellten geringen Konzentrationen des radioaktiven Isotops Jod 131 würden wahrscheinlich vom ungarischen „Institute of Isotopes“ am westlichen Rand von Budapest stammen. Das Umweltministerium in Wien erklärte prompt in seiner Aussendung: Quelle der geringen Iod-131-Spuren in Ungarn gefunden.
An den Erklärungen von IAEO und BMU sind allerdings nach wie vor Zweifel angebracht. So erklärte der Leiter des ungarischen Forschungsinstituts József Környei, die Jod-Emissionen aus seinem Institut können nicht die Ursache für die in mehreren europäischen Ländern gemessenen Werte darstellen. Jod 131 wird vom Institut im Normalbetrieb laufend freigesetzt. Weiterlesen
Radioaktives Jod 131 an einigen Messstationen in Österreich und anderen europäischen Ländern registriert
Das Material könnte aus einem Störfall in den AKW´s Bohunice, Mochovce oder Paks stammen – umgehende Untersuchung vor Ort gefordert
Neue Szenarien des tschechischen Energiekonzeptes rechnen mit Atomstromanteilen zwischen 79 und 88 Prozent
Unrealistische Annahmen und Druck der Atomlobby als Hintergrund – Diskussion der Szenarien wird im Rahmen einer grenzüberschreitenden strategischen Umweltprüfung erfolgen.
(27.10.2011 – Exklusivbericht TEMELIN.COM – Autor: Radko Pavlovec) Der „Rat für die Energiestrategie“ – ein von der Atomlobby dominiertes Beratungsgremium – übergab diese Woche der tschechischen Regierung zwei Szenarien des Energiekonzeptes, die als Grundlage für den Regierungsbeschluss dienen sollen. Weiterlesen





